Das NTI - ein starkes Bündnis für Märkisch-Oderland!
Das NTI wurde im Jahr 2000 gegründet und stellt ein bürgerschaftlich orientiertes kreisweites Netzwerk mit mehr als 50 Mitgliedern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen dar.
Vereine, Verbände, Bürgerinitiativen, Parteien, Schulen, Verwaltung, Polizei und Privatpersonen arbeiten und handeln gemeinsam.
Das Netzwerk ist offen für alle, die sich bürger- und zivilgesellschaftlich im Landkreis Märkisch-Oderland engagieren möchten.
Die besondere Stärke des NTI ergibt sich aus seiner koordinierten Vernetzung und daraus resultierender zeitnaher Aktionsfähigkeit. Die Auseinandersetzung mit vielschichtigen Themen, wie Integration, Migration, Rassismus, Antisemitismus, Gewalt, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, interkulturelle Gesellschaft, Wertevermittlung, Handlungskonzepte, Perspektiven und Demokratie in Ganzheit stehen auf der Tagesordnung.
Der gewählte Beirat trifft die Themenauswahl der viermal jährlich festgelegten Zusammenkünfte nach Dringlichkeit und verständigt sich zwischenzeitlich über aktuelle Handlungsnotwendigkeiten.
Das NTI organisiert mit einer speziellen Arbeitsgruppe den inzwischen traditionellen Integrationsfachtag zu Themen der demokratischen Weiterentwicklung im Landkreis. Seine Ergebnisse tragen, neben der kontinuierlichen Netzwerkarbeit dazu bei, Zielstellungen wie Abbau von Vorteilen gegenüber Minderheiten, Migranten, sozial Schwachen oder Menschen mit Behinderungen umzusetzen.
Die Entwicklung von Perspektiven mit und für junge Menschen in den strukturschwachen Regionen des Landkreises ist genauso Anliegen, wie die Vermittlung gesellschaftlicher Werte unserer demokratisch verfassten Gesellschaft. Dabei wollen die Mitglieder extreme Tendenzen jeder Art und Gewaltbereitschaft abbauen und das Erleben von Integration als beiderseitige Chance befördern.
Inzwischen haben sich im NTI eine Vielzahl qualitativer Verknüpfungen ergeben, die für alle Themen der demokratischen Zivilgesellschaft zu jeder Zeit kompetente Partner bereithalten.
Der Arbeitskreis Migration
Das NTI koordiniert, begleitet und berät den Arbeitskreis, der sich aus verschiedenen Trägern und Behörden im Landkreis Märkisch-Oderland zusammen setzt.
Der Arbeitskreis Migration ist ein Zusammenschluss der auf dem Gebiet der Migration in Märkisch-Oderland tätigen Vereine, Wohlfahrtsverbände, Institutionen u.ä.
In ihm sollen alle im Landkreis relevanten Themen im Bereich Migration besprochen werden.
Der Arbeitskreis Migration ist hervorgegangen aus dem Runden Tisch Asyl, der sich am 20.11.2003 als Konsequenz aus 2. Integrationsfachtag Märkisch-Oderland konstituiert hat.
Die Aufgabenfelder des Runden Tisches umfassten zunächst:
- Beschreibung der Situation der Asylbewerber
- Thematisierung im Gemeinwesen
- Bildung einer Interessenvertretung bzw. eines kreisweiten Sprecherrates der Asylbewerber
- mehr Kommunikation mit den Behörden
- Transparenz von Entscheidungen der Verwaltung
Schwerpunkte bildeten dabei folgende Themen:
- Bargeld statt Chipkarten/ Gutscheine/ Sachleistungen
- Ausgabe und Erteilung von Krankenscheinen
- Arbeitsgelegenheiten im Heim
- Residenzpflicht
- Deutschkurse
- Erteilung von Arbeitserlaubnissen
- Fahrscheine
- Auszug aus dem Heim in eigene Wohnung
- Leistungskürzung
Die Bildung der Interessenvertretung bzw. Sprecherrates der Asylbewerber ist gescheitert.
Gründe dafür sind u.a.:
- zu unterschiedliche Erwartungen
- Einzelfälle sollten nicht am Runden Tisch geklärt werden - allgemeine Probleme wurden angesprochen
- zu wenig Kontakte unter den Flüchtlingen
- keine schnellen Veränderungen sichtbar
Spätere Themen:
- Spielplatzbau in Kunersdorf
- Schließung des Heimes in Kunersdorf
- Begleitung des Umzugs nach Waldsieversdorf
- Probleme und Bedingungen im Heim Waldsieversdorf
- Druck auf Landkreis - Umzug des Heimes nach Strausberg
- Einrichtung des neuen Heimes in Garzau entgegen aller Aussagen, dass das Heim nach Strausberg kommen soll
- Herausgabe des Spielplatzes und Einrichtung eines Grillplatzes in Garzau
Ein thematischer Dauerbrenner war die Einführung von Bargeld statt Chipkarten für die Asylbewerber im Landkreis. Dazu gab es immer wieder Gespräche mit Sozialamtsleiter, Landrat, Sozialdezernenten. Im Jahr 2007 konnten wir dann einen Erfolg verbuchen: Abschaffung der Chipkarten - Zahlung von Bargeld!
Themen aus dem Bereich Flucht / Asyl werden auch in Zukunft ein Arbeitsschwerpunkt des Arbeitskreises Migration sein:
- Unterbringungssituation im Heim
- Kinder im Heim
- Betreuung und Beratung im Heim
- Transparenz seitens des Landkreises und Betreibers
- Deutschkurse
- Arbeitsgelegenheiten
- Residenzpflicht
- Krankenscheine
- Fahrtkosten
- Information der Flüchtlinge zu verschiedenen Themen
- Einbeziehung der Flüchtlinge in verschiedene Projekte
- Arbeitserlaubnis
- Altfallregelung
Allerdings ist der Themenbereich des Arbeitskreises weiter gefasst:
- Interkulturelle Öffnung der Regeldienste, Behörden und Verwaltung
- Partizipation von Migranten im Gemeinwesen
- Sensibilisierung von Bildungseinrichtungen für Situation von Migranten (Kita, Schule, Berufsausbildung)
- Qualifizierung von Migranten gemäß Fördermaßnahmen nach SGB II und III
- Problemlagen von Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf Grundlage des Gutachtens
Im Arbeitskreis Migration arbeiten folgende Institutionen mit:
- Netzwerk für Toleranz und Integration
- Landkreis Märkisch-Oderland (Sozialamt)
- Landkreis Märkisch-Oderland (Ausländerbeauftragte)
- Landkreis Märkisch-Oderland (Ausländerbehörde)
- Sozialpark Märkisch-Oderland (Träger Asylbewerberheim)
- RAA Frankfurt (Oder) (Berater)
- Caritas (Migrantenberatung Strausberg)
- Diakonie (Jugendmigrationsdienst)
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Kontakt
Kreis- Kinder- und Jugendring Märkisch-Oderland e.V.
Feldstraße 3
15306 SEELOW
Telefon: 0 33 46 - 8 06 09
Fax: 0 33 46 - 85 39 50
E-mail: Â
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