Migranten in Brandenburg

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Integrationsbeirat Brandenburg a.d.H.

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Februar 2011

Tet-Fest der Vietnamesen in Brandenburg an der Havel

Am 29.01.2011 haben die rund 200 in der Havelstadt Brandenburg lebenden Vietnamesen ihr Fest des Morgens / Ngay Tet gefeiert. Am 3. Februar beginnt für sie das Jahr der Katze/Hasen (Mèo). Das neue Jahr gilt traditionell als ein ruhiges Jahr, das nach den vielen Aufregungen des Tigerjahres Gelegenheit zur Besinnung bieten soll. Das Tet-Fest hat einen naturreligiösen Ursprung, wird aber von allen Religionen, die in Fernost Fuß gefasst haben, begangen. Feste und Zeremonien richten sich in Vietnam heute noch nach dem chinesischen Mondkalender. Bei Neumond wird der Monatsbeginn und bei Vollmond die Monatsmitte angezeigt. Der erste Tag des neuen Mondjahres ist zugleich der Beginn des Frühlings und wird nach altem Brauch und Sitte feierlich begangen. Es ist so wichtig, als würden für die Europäer Weihnachten, Silvester und die Geburtstage aller Familienmitglieder zusammenfallen. Man nimmt eine Auszeit vom Alltag und verbringt diese Tage vor allem im Kreis der Familie.
Zahlreiche Einladungen wurden durch den Vorsitzenden des Vereins der vietnamesischen Bürger, Pham Quang Vinh und durch die Ausländerbeauftragte der Stadt Brandenburg an der Havel, Frau Katrin Tietz, versandt. Unter anderem waren Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann, Stadtwerke-Geschäftsführer Uwe Müller und auch Gäste aus der Politik, von Schulen und anderen Institutionen anwesend. So verfolgten auch wir von dem Integrationsrat unserer Stadt die Präsentationen.
Eine Menge Redner haben das Fest und die Gäste begrüßt. "Ich wünsche allen Anwesenden und allen Mitwirkenden dieser Veranstaltung für das Jahr 2011 alles Gute und freue mich über die große Unterstützung, die diese Veranstaltung erfahren hat", so Quang Vinh. Frau Dr. Tiemann hob hervor, dass die junge Vietnamesen/Innen der zweiten und dritten Generation sehr gut in die deutsche Gesellschaft integriert sind doch sie können sich über diese Mythen und Forderungen ihrer Eltern nicht ganz hinwegsetzen. Sie hat bewundert, wie die jungen Leute zweisprachig aufwachsen und auch in Deutsch akzentfrei sprechen können. Sie hat Ihre Rede mit „Chúc mừng năm mới", d. h. viel Glück für das neue Jahr, beendet.

Die Gäste verfolgten die vietnamesischen Tanz- und Singgruppen. Zentraler Punkt der Feier war der Drachentanz. Wer dem Drachen, welcher vor vielen Jahren mit Hilfe heiliger Pflanzen gebändigt wurde, in den Mund fasst, der habe im neuen Jahr viel Glück. Das taten Viele der Gäste mit Gabe von Geldscheinen für die Unterstützung des Festes.

Auf keinem Tisch fehlte der aufwendig bereitete Klebreiskuchen. Bánh chung und bánh dày sind die beiden wichtigsten Gerichte beim traditionellen Tet-Fest. Während das erstgenannte eine viereckige Klebreiskugel, die mit Bohnen, Ei und Schweinefleisch gefüllt ist darstellt, ist bánh dày ein runder Kuchen. Beide sollen die Erde und den Mond symbolisieren. Auch Gebäcke mit verschiedenen Füllungen bereichern an diesem Tag die Mahlzeit der Vietnamesen.

Wir haben auf „vietnamesisch" das neue Jahr begrüßt und gleichzeitig den Frühling eingeläutet. Bei minus vier Grad konnten die Gäste in Brandenburg aber noch nicht wirklich daran glauben.


Vorstellung des ehrenamtlichen Integrationsbeirates aus Brandenburg a.d.H.

 Wir sind 7 begeisterte MigrantenInnen und wir haben im Juni 2010 einen Integrationsrat gegründet. Seitdem haben wir an zahlreichen Aktivitäten teilgenommen, wie z. B. Informationsveranstaltung von MIR, Kinderfest im Waldcafé, Baumpflanzung in Belzig; 15. MigrantInnentreffen in Potsdam, Weihnachtsfeier von der Fachhochschule mit ausländischen Studenten, Weihnachtsfeier im Asylheim und Filmvorführung im Bürgerhaus.
Neben solche Tätigkeiten haben wir auf das Kennenlernen der Politiker in der Stadt einen großen Wert gelegt. So nahmen wir am 02.12.2010 an der Sozialausschußsitzung teil und wir haben über unser Anliegen sprechen dürfen. Diese Veranstaltung hat eine sehr gute Resonanz gehabt. Am 21.12.2010 besuchten wir Frau Dr. D. Tiemann, unsere Oberbürgermeisterin, in Begleitung von M. Pichottka und R. Wiegand von MIR. Wir haben versucht, unser ehrenamtliches Gremium vorzustellen und über die Wichtigkeit der uns gestellten Aufgaben: Im Interesse guter menschlicher Beziehungen zwischen der deutschen Bevölkerung und den in der Stadt lebenden Bürger/Innen mit Migrationshintergrund oder Spätaussiedler, bei der Lösung der sie betreffenden Lebensfragen mitzuwirken, zu überzeugen. Wir wollen erreichen, dass wir berufen werden. Sie hat uns aufmerksam zugehört, aber nichts versprochen.
Wir sind auch vor die Presse getreten. Am 06.07.2010 ist ein Artikel in der MAZ über unsere Gründung erschienen. Unsere Vorsitzende M.-H. Hein und ich gaben ebenso der MAZ ein Interview, welches am 22.12.2010 erschien. Hier haben wir betont, dass wir um unsere Einberufung kämpfen.

Loslassen werden wir nicht und wir hoffen, dass der vor uns liegende Weg bis zur Berufung nicht zu lang ist.

 


Gremium & Kontakt

Sprecherin: Myong-Hee Hein (Lee) (Süd-Korea)

Stellvertreterin:  Izabela Leimer ( Polen)

Schatzmeister:  Andrei  Conopliov ( Moldawien)

Schriftführerin: Csilla Löser (Ungarn)

sowie  Alicia Garay-Garate (Chile), Waldemar Bauer (Kasachstan) und  Mehmet  Koprücü (Türkei)

Der Integrationsbeirat trifft sich am ersten Montag des Monats um 17:00 Uhr in der Wilhelm Weitlingstr. 20.

Interessierte BürgerInnen sind zu den Sitzungen herzlichst eingeladen!

zur Broschüre des Beirates

 


Kontakt  


Myon Hee-Hein (Lee)

Wilhelm Weitling Str. 20

14770 Brandenburg an der Havel

Tel: 0151: 55 60 79 67