Integration hat Potenziale – wir sollen uns wagen sie wirklich zu nutzen

Auch wenn ein Bambi in der Kategorie „Integration“ dem gebürtigen Gelsenkirchener verliehen wurde, können die Integrationsfortschritte auf keinen Fall an der Integration eines Fußballes in das Tor gemessen werden. Die Integration ist die gleichberechtigte Partizipation in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dazu zählen unter anderem Bildung, Arbeit, und vor allem Politik.
Die Integrationsleistungen der Migrantinnen und Migranten alleine sind noch lange kein Erfolgsfaktor der Integration. Die interkulturellen Kompetenzen der Aufnahmegesellschaft sind dabei unabdingbar. Auch die interkulturelle Öffnung des öffentlichen Dienstes im Land Brandenburg steht schon sehr lange im Verzug.
Die Tatsache, dass Nicht-EU Ausländer in Deutschland weder als Schornsteinfeger noch als Blutspender agieren dürfen, konnten einige Betroffene bislang verkraften. Aber dass diese Menschen keine Stimme in kommunalen Parlamenten haben dürfen, ist eindeutig eine Form der staatlichen Diskriminierung dieser Personengruppe, bei der Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keine Anwendung findet. Und das wollen wir nicht länger dulden und ertragen müssen.
Unabhängig davon, dass die Bundesregierung uns zu überzeugen versucht, dass Deutschland ein Zuwanderungsland ist und die Migrantinnen und Migranten sich doch endlich in unsere christlich-jüdische Gesellschaft integrieren mögen; der Fakt ist, dass wir zu einer Auswanderungsgesellschaft geworden sind. Immer mehr Menschen, unter deren ein großer Teil der Migrantinnen und Migranten ist, verlassen das Land. Es sind meistens die hoch gebildeten Know-how-Träger mit ihren Familien, die für Wettbewerbsfähigkeit des Landes in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht sorgen können, die Deutschland für Nimmerwiedersehen verlassen.
Auch die vorhandenen Ressourcen und Potenziale von MigrantInnen liegen bei uns öfter brach. Nicht selten sind die MigrantInnen mit akademischen Abschlüssen auf dem Bau als Hilfsarbeiter und im Facility Management einzutreffen.
Vor allem die Drittstaatsangehörige verlassen öfter das Land, weil sie von der gesellschaftlichen Mitgestaltung ausgeschlossen sind. Land Brandenburg soll sich für das Kommunalwalrecht hier lange lebender Drittstaatler aktiver einsetzen. Wir sollen mehr über die Zukunft unserer heutigen Gesellschaft und unserer Nachkommen denken und zielgerichtete Aktivitäten planen und umsetzen.
Die Migrantinnen und Migranten haben viele Ideen und erarbeiten Strategien zur Weiterentwicklung unseres Landes. Eines Landes in dem, unter gleichberechtigter Teilhabe aller Brandenburgerinnen und Brandenburger, das Zusammenleben und die gesellschaftliche Partizipation auf festen Füßen der Demokratie steht. Wir bieten unsere Ressourcen und Potenziale sowie unser selbstloses Engagement allen Entscheidungsträgern der Politik und Verwaltung an. Wir haben ein gleiches Ziel - wir wollen unser Land nach vorne bringen.
Aleksandr Lopyrov
Vorsitzender
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Bericht des Vorstandes (von Rui Wigand)
15. Brandenburger MigrantInnentreffen
Neue Projekte und Möglichkeiten im Jahr 2011
Der Vorstand hat sich dazu entschlossen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung – auch im Zuge der Übernahme von mehreren Projektträgerschaften – eine weitere Arbeitskraft auf geringfügiger Basis einzustellen. Hierzu wird es in kürze erste Gespräche geben. Nicht nur das Modellprojekt, sondern auch die Vereinsangelegenheiten wollen bearbeitet werden. Im laufenden Jahr 2011 strebt MIR an, auch die Trägerschaft des Projektes „Zuwendungen für Kleinstprojekte" durch Mikrozuwendungen zu übernehmen. Im weiteren Verlauf des Jahres ist auch ein Projekt zur inneren Stärkung der Mitgliedsorganisationen untereinander geplant. Dazu gehören Schulungen und Workshops, die zum besseren Zusammenhalt führen sollen.
Politische Lobbyarbeit...
Auch in 2011 sind wieder ‚politische Stammtische' geplant. Dafür stehen schon jetzt interessante und spannende Themen bereit. Eines ist die Förderung und Wertschätzung der Ehrenamtsarbeit. Im Gleichklang mit der EU ruft der MIR e.V. dazu auf, gerade und im Besonderen in diesem Jahr, dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit, sich einzubringen und eigenes Engagement zu zeigen, und somit auch für sich neue Betätigungsfelder zu entdecken und für sich und andere zu nutzen.
Dazu wünscht der Vorstand allen Lesern auch in diesem Jahr wieder interessante Erfahrungen, lebendige Begegnungen und eine spürbare Atmosphäre des gegenseitigen Verständnisses.
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Die Mitglieder des Vorstandes nach der Wahl am 12.12.2009 (von links nach rechts)
Annerose Poleschner, Joseph Ouku, Rui Wigand, Aleksandr Lopyrov,
Hai Bluhm, Paul Njoroge, Diana Sandler
- Aleksandr Lopyrov ist erster Mann im VereinÂ
- Der Vorstand hat sich Aufgaben und Zuständigkeiten gegeben:
- Diana Sandler ist stellvetretende Vorsitzende und zuständig als Ansprechpartnerin für die MigrantenÂorgaÂniÂsationen
- Aleksandr Lopyrov und Annerose Poleschner sind Vertreter/innen im Landesintegrationsbeirat Brandenburg und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit
- Paul Njoroge vertritt den Verein bei den Plenarsitzungen des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates (BZIR)
- Hai Bluhm vertritt den Verein bei den Landeskonferenzen der Integrationsbeauftragten
- Joseph Ouko wird den Verein auf den ostdeutschen Migrantentreffen vertreten
- Rui Wigand ist zuständig für die Finanzen des Vereines und für das Modellprojekt, für das er die Koordination und die Projektbetreuung wahrnimmt
- Diana Sandler ist stellvetretende Vorsitzende und zuständig als Ansprechpartnerin für die MigrantenÂorgaÂniÂsationen
1.      Wir über uns















